Zusätzlich zur Malerei, Bildhauerei und Fotographie habe ich mich auch mit der Kunst im akustischen Bereich beschäftigt. Zu dieser Idee bin ich gelangt, weil das Gehör in der Lage ist, eine sehr hohe Anzahl an Eindrücken gleichzeitig zu erfassen, und wir sie sogar differenziert wahrnehmen können. Zum Vergleich: Die visuelle Wahrnehmung über das Auge ist bekannterweise schon bei 25 Bildern pro Sekunde nicht mehr in der Lage, diese als einzelne Bilder wahrzunehmen und lässt im Kino hierbei die Illusion einer bewegten Szene entstehen. Das Gehör hingegen ist imstande, bis zu 160 akustische Signale pro Sekunde wahrzunehmen und zu unterscheiden. Von diesen Tatsachen begeistert, bin ich vor einigen Jahren zu einem O-Ton-Sammler geworden. Aus all den O-Tönen, die in der Natur zu erhaschen sind und denjenigen, die wir als Menschen produzieren, setze Klangkollagen bis hin zu Hörspielen zusammen.